„Über ¾ der Männer im mittleren Erwerbsalter sind in ärztlicher Behandlung wegen Rückenproblemen“

Zu diesem Ergebnis kommt die Barmer GEK im Gesundheitsreport 2013. Über 59 Prozent aller Fehltage der Arbeitnehmer sind auf Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems, Psychische- und Verhaltensstörungen, Erkrankungen des Atmungssystems und Krankheiten des Kreislaufsystems zurückzuführen. Die Ursachen sind bekannt: überwiegend sitzende oder monotone Tätigkeiten schaden der Haltung und dem Herz-Kreislaufsystem, Stress und Termindruck fördern psychische Probleme.

Diese Ursachen können auf einfachste Weise durch regelmäßige Bewegung und leichtes Muskeltraining vermindert werden. Zudem steigert eine sportliche Betätigung in kleinen Gruppen das “Wir-Gefühl”, wodurch die psychischen Erkrankungen reduziert werden. Zudem wird die Kommunikation unterschiedlicher Abteilungen in Unternehmen verbessert. Die Einrichtung eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements in Form von sportlichen Aktivitäten ist zwingend erforderlich, um der negativen Entwicklung in der Arbeitswelt langfristig entgegen zu wirken. Die zukünftige Aufgabe von BGM Experten und Betrieben, die gesundheitsfördernde Maßnahmen anbieten oder planen, besteht darin Gesundheitstraining am Arbeitsort ohne fixe Termine zu integrieren. Dadurch wird es den Mitarbeitern, auch in unterschiedlichsten Arbeitszeitmodellen, so einfach wie möglich gemacht, eine regelmäßige sportliche Betätigung in ihren Alltag einzubauen, ohne zusätzlichen Termindruck.

Warum sollte ein großes Augenmerk gerade auf die männlichen Arbeitnehmer gelegt werden? Männer gehen bei Beschwerden später zum Arzt, als Frauen. Genauso interessieren sie sich weniger für präventive Maßnahmen und leiden daher eher an Rückenproblemen und Herz-Kreislauferkrankungen. Zudem stellen Männer nach wie vor den größeren Anteil der Arbeitnehmerschaft dar, daher muss es den Firmen gelingen, speziell die Männer für gesundheitsorientierte Trainingsangebote zu begeistern.

Mehr zu diesem Thema und den Barmer GEK Gesundheitsreport 2013 finden Sie hier:

Barmer GEK Gesunheitsreport 2013 Männer im Erwerbsleben (veröffentlicht 2013 auf barmer-gek.de)